Kita-Ballschule
Unsere ausgebildeten Trainer kommen direkt in die Kita: Spielerische Bewegungsangebote für die Kleinsten ab 3 Jahren – koordinationsreich, kreativ und altersgerecht. Aktuell kooperieren wir mit 8 Kölner Kindertagesstätten.
Wir sind mehr als ein Fußballverein – wir sind eine Gemeinschaft, in der Kinder spielend wachsen, Freunde finden und Lifeskills für ihr ganzes Leben lernen.
„Fußball beginnt im Herzen." — Nikola Ramljak
Was als persönliche Entscheidung begann – einem Fünfjährigen einen Platz im Fußballteam zu ermöglichen – wurde zu einem der ungewöhnlichsten Kapitel im Kölner Kindersport. Nikola Ramljak gründete Ballfieber Colonia 2019 gemeinsam mit Frank Fischer, Chi Viet Giang und Prof. Dr. Michael Barbe – nach zwei Jahren Pionierarbeit im Kleinfeldfußball, die den DFB auf Köln aufmerksam machte.
Bei Ballfieber Colonia gibt es keine Wartelisten. Kein Kind wird abgelehnt. Leistung steht nicht im Vordergrund – wohl aber Spaß, Entwicklung und die Freude, gemeinsam mit Freunden zu spielen. Als gemeinnütziger Verein fließen unsere Einnahmen zu 100 % zurück in die Qualität des Trainings und die Weiterbildung unserer Trainer.
Wir sind im Kölner Stadtgebiet verwurzelt – in verschiedenen Veedeln aktiv und offen für alle Kinder, unabhängig von Herkunft, körperlichen Voraussetzungen oder Vorkenntnissen.
„Wir wollen im Interesse der Kinder handeln – und das gemeinsam. Unabhängig von Vereinsfarben verfolgen wir alle das gleiche Ziel: Kindern Spaß am Fußball nahezubringen und sie zu lebenslangen Sportlerinnen und Sportlern zu machen. Deshalb pflegen wir ein sehr gutes und vertrauensvolles Verhältnis zu unseren Nachbarvereinen und begleiten den Weg, den viele Kinder bei uns beginnen."
„Zahlreiche Kinder haben Ballfieber Colonia als Sprungbrett genutzt und sind nun freundschaftlich verbunden beim SC Blau-Weiß Köln 06 oder der DJK Südwest aktiv. Gleichzeitig haben wir Kinder betreut, die heute auf höchstem Niveau Fußball spielen, etwa beim 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach, SC Fortuna Köln oder in der Fußballschule Taxofit."
„Andere Kinder haben sich für andere Sportarten entschieden und zeigen heute, dass Freude an Bewegung und Teamgeist über den Fußball hinausführt. Wir begreifen unser Ehrenamt als gesellschaftlichen Beitrag – eine Verpflichtung, die weit über Tabellen hinausgeht."
— Nikola Ramljak, Gründer Ballfieber Colonia
Ballfieber Colonia ist kein Zufall. Der Verein ist aus der Überzeugung entstanden, dass Kinderfußball in Köln anders geht – und aus dem Mut, das auch gegen Widerstände zu versuchen.
2017 wollte mein fünfjähriger Sohn einfach nur Fußball spielen. Wir waren auf der Suche nach einem Verein – aber die Mannschaften waren voll, es drohte die Warteliste. Also habe ich mich entschieden, nicht nur Vater zu sein, sondern Vatertrainer.
Ich hatte früher selbst auf hohem Amateurniveau gespielt, als Student schon Kinder trainiert und eine DFB-Lizenz. Gleichzeitig war ich ehrenamtlich als Trauerbegleiter bei TrauBe e.V. aktiv – ich leitete dort Kinder- und Jugendgruppen. Um meinem Sohn einen Platz im Team zu ermöglichen, habe ich dieses Ehrenamt vorübergehend pausiert und bin zurück auf den Fußballplatz gegangen.
Aus dieser ganz persönlichen Entscheidung – meinem eigenen Kind das Spielen zu ermöglichen – entstand in Köln eine Kinderfußball-Revolution.
— Nikola Ramljak, Gründer Ballfieber Colonia
Als einzelner Bambini-Trainer schreibt Nikola Ramljak an den Fußballkreis Köln und fordert altersgerechte Spielformen für Kinder – gegen erhebliche Widerstände von Vereinen und Funktionären. Er vernetzt sich mit Sportwissenschaftlern und Nachwuchstrainern aus dem Profifußball.
Nikola Ramljak und Rudi Becker organisieren bei DJK Südwest Köln eines der ersten großen FUNino-Turniere in der Region: 60 Teams mit rund 250 Kindern spielen gleichzeitig 3-gegen-3 auf neun Feldern mit 36 Kleintoren. Angereist sind Teams aus ganz Deutschland – darunter der FC St. Pauli Hamburg, TuRu Düsseldorf, Hertha Bonn und eine Mannschaft von Oliver Neuville.
Yul Wiegand (FC St. Pauli) stellt das FUNino-Format im Rahmen eines kleinen Vortrags vor. Vertreter des Fußballkreises Köln schauen zu. Die Begeisterung der Kinder und die vielen Ballaktionen in kurzer Zeit zeigen: Kinderfußball muss anders gedacht werden.
Gründung der ersten Funino-Pilotstaffel in Köln mit sieben Vereinen – darunter Fortuna Köln und Viktoria Köln. Die Staffel wird von Dr. Sebastian Schwab (Deutsche Sporthochschule Köln) wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
Der DFB wird auf die Kölner Initiative aufmerksam. Nikola Ramljak wird vom DFB-Jugendmanagement für die nationale Planung der Wettbewerbsreformen im Kinderfußball konsultiert.
Im selben Jahr gründet er Ballfieber Colonia e.V. gemeinsam mit Frank Fischer (Ex-Vorstand Bunte Liga Köln e.V.), Chi Viet Giang und Prof. Dr. Michael Barbe. Der ursprüngliche Satzungszweck: die Begleitung trauernder Kinder durch Fußball. Doch von Anfang an werden sie regelrecht von Kindern und Eltern überrannt – der Bedarf an gutem, kindgerechtem Fußball in Köln ist größer als gedacht.
Nikola Ramljak wird beim Ehrenamtsabend des Fußballkreises Köln im Geißbockheim für sein außerordentliches Engagement im Kölner Kinderfußball ausgezeichnet.
Ballfieber wurde ursprünglich mit einem noch größeren Ziel gegründet: trauernde Kinder zu begleiten. Das ist bis heute fest in unserem Satzungszweck verankert. Nikolas Erfahrung als Trauerbegleiter bei TrauBe e.V. ist kein Hintergrund, den er beim Gründen hinter sich ließ – sie ist das Fundament, auf dem Ballfieber steht.
Der Verein wurde vom ersten Tag an von Kindern und Eltern regelrecht überrannt – der Bedarf an gutem, kindgerechtem Fußball in Köln war überwältigend. Unsere Wurzeln in der Trauerbegleitung sind aber lebendig geblieben. Wir arbeiten weiter daran, eigene Formate zu entwickeln, in denen Fußball und Trauerbegleitung würdevoll zusammenkommen.
Ballfieber ist mehr als ein Fußballverein: Wir sind aus der Liebe zu einem Kind entstanden, aus der Erfahrung mit trauernden Kindern gewachsen – und aus der Überzeugung, dass Fußball Herz, Kopf und Leben von Kindern positiv verändern kann.
Mehr erfahren: Trauer & Fußball →Diese vier Werte sind das Fundament unserer Arbeit – im Training, im Umgang miteinander und in der Gemeinschaft.
Fußball soll Spaß machen – immer. Wir gestalten jede Einheit so, dass Kinder mit einem Lächeln kommen und mit einem noch größeren wieder gehen.
Gegenseitiger Respekt – gegenüber Mitspieler:innen, Trainern und Gegnern – ist nicht verhandelbar. Wir lernen zusammen, nicht gegeneinander.
Wir ermutigen Kinder, eigene Ideen auszuprobieren und mutig zu sein. Ein Kind, das ausprobiert und scheitert, wächst mehr als eines, das nie versucht.
Jedes Kind soll sich bei uns sicher, willkommen und wertgeschätzt fühlen – unabhängig von Herkunft, Fähigkeiten oder Erfahrung.
Unsere Arbeit basiert auf fünf Leitprinzipien. Sie bestimmen, wie wir jede Trainingseinheit gestalten – vom Aufwärmen bis zum letzten Spiel.
Nicht das Ergebnis, sondern die Entwicklung des Kindes steht im Vordergrund. Wir fragen nach jeder Einheit: Hat das Kind heute gelacht, gelernt und sich angestrengt?
Kinder lernen durch Spielen – das zeigt die Forschung eindeutig. Bei uns besteht das Training zu mindestens 70 % aus echten Spielsituationen in kleinen Gruppen (3v3 / 4v4).
Wir variieren Übungen bewusst, statt sie endlos zu wiederholen. Das fordert das Gehirn heraus und schafft nachhaltigere motorische und taktische Lernprozesse.
Wir fördern nicht nur die Fußballtechnik, sondern auch Persönlichkeit, soziale Kompetenz und Selbstvertrauen – denn großartige Trainer entwickeln den ganzen Menschen.
Wir beziehen Eltern aktiv ein, informieren regelmäßig und schaffen gemeinsam ein positives Umfeld, das die Entwicklung der Kinder bestmöglich unterstützt.
Unser Trainingskonzept verbindet die bewährtesten Ansätze:
„Physical Literacy ist die Motivation, das Selbstvertrauen, die körperliche Kompetenz, das Wissen und das Verständnis zur Wertschätzung lebenslanger körperlicher Aktivität."— International Physical Literacy Association
Unsere 5 Kernprinzipien: Viele Ballkontakte (jedes Kind braucht seinen eigenen Ball so oft wie möglich) · Kleine Gruppen (max. 1:12) · Sicherheit & Zugehörigkeit · Intrinsische Motivation (Spaß schlägt Disziplin) · Fehler willkommen (Fehler sind Teil des Lernprozesses).
Wir sind kein anonymer Sportclub – wir sind Teil der Kölner Nachbarschaft und pflegen enge Verbindungen zu lokalen Einrichtungen.
Unsere ausgebildeten Trainer kommen direkt in die Kita: Spielerische Bewegungsangebote für die Kleinsten ab 3 Jahren – koordinationsreich, kreativ und altersgerecht. Aktuell kooperieren wir mit 8 Kölner Kindertagesstätten.
Als gemeinnütziger Verein engagieren wir uns für ein lebendiges Köln. Fußball verbindet Menschen verschiedenster Hintergründe – das leben wir täglich auf dem Platz.
Kein Kind wird abgewiesen
Seit der Gründung hat Ballfieber Colonia kein einziges Kind abgewiesen. Keine Warteliste. Keine Aufnahmeprüfung. Kein Leistungsdruck. Kinder aus Familien mit unterschiedlichstem Hintergrund — sozial, kulturell, sprachlich — trainieren hier gemeinsam. Nicht als Experiment, sondern als Selbstverständlichkeit.
Keine Warteliste — Wer kommt, darf mitspielen. Immer.
Herkunft egal — Fußball braucht keine gemeinsame Sprache.
Niedrigschwellig — Mitgliedsbeitrag so gestaltet, dass er kein Hindernis ist.
Leistung ohne Druck — Kein Kind wird aussortiert, weil es langsamer lernt.
„Alle Vereine, bei denen wir angefragt haben, waren dicht — keine Aufnahmekapazitäten. Bei Ballfieber hieß es: Jeder ist willkommen, kommt gern vorbei. Das gibt es so sonst nicht."
Prof. Dr. Stephan Geisler, Sportwissenschaftler
Genau das ist es, was Stadtpolitik, DFB und Wohlfahrtsverbände seit Jahren fordern — und was in der Praxis selten wirklich gelebt wird. Ballfieber lebt es. Jeden Dienstag und Donnerstag.
Warum dieser Ort geschützt werden muss →Im Kita- und Grundschulalter ist der Alltag vieler Kinder zu rund 92 % weiblich dominiert – Erzieherinnen, Lehrerinnen, Mütter. Das ist kein Defizit dieser Berufe, sondern eine gesellschaftliche Realität. Kinder brauchen aber vielfältige Vorbilder.
Im Vereinssport – und ganz besonders im Fußball – begegnen viele Kinder zum ersten Mal einem Mann, der sich ihnen regelmäßig, verlässlich und pädagogisch zuwendet. Der zuhört, tröstet, motiviert und Grenzen setzt. Der zeigt, dass Fürsorge und Stärke kein Widerspruch sind.
Für uns bei Ballfieber Colonia ist das nicht nur ein Nebeneffekt – es ist Teil unserer bewussten Vereinskultur. Unsere Trainer sind keine reinen Fußballlehrer. Sie sind Bezugspersonen, Vertrauensfiguren und für viele Kinder die erste konstante männliche Begleitung außerhalb der Familie. Diese Verantwortung nehmen wir ernst.
Melde dein Kind für ein kostenloses Probetraining an – unverbindlich, herzlich willkommen, jederzeit.
Zum KontaktformularDer Verein wird von einem engagierten Vorstand ehrenamtlich geleitet und von unserem Mitgründer Nikola Ramljak operativ geführt.
Vertretungsberechtigtes Vorstandsmitglied gemäß § 26 BGB
Vertretungsberechtigtes Vorstandsmitglied gemäß § 26 BGB
DFB-B-Lizenz · Trauerbegleiter · Naturpädagoge
Initiator der Funino-Pilotliga in Köln (2017/18, gemeinsam mit dem FK Köln und der DSHS Köln).
2019 Gründung von Ballfieber Colonia zusammen mit Frank Fischer, Chi Viet Giang
und Prof. Dr. Michael Barbe. 2025 ausgezeichnet durch den FK Köln für
besonderes Engagement im Kölner Kinderfußball.
Vollständige Angaben gemäß § 5 TMG im Impressum.
Einige Trainer haben uns über Jahre begleitet, Kinder durch schwierige Phasen geführt, Tränen getrocknet, Tore gefeiert und Niederlagen ausgehalten. Sie stehen heute nicht mehr Woche für Woche mit Ballfieber-Kleidung am Platz – aber sie bleiben Teil unserer Geschichte und in unseren Herzen. Ihnen gilt unser besonderer Dank: